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Aufgewachsen
bin ich in einer der tiefsten
Provinzen auf dieser Erde:
Bad Wimpfen.
Das liegt am Neckar
und bietet eine wundervolle
Altstadtkulisse aus dem
Mittelalter.
Meine Begeisterung für Musik
und Bewegung wurde schon
ziemlich bald sichtbar.
Als kleines Kind hatte ich zwar keine Ahnung aber eine gewisse Musikalität,
sodass ich alle Lieder, die ich kannte nach Gehör auf dem Klavier
nachspielte.
Ich komme aus einer künstlerisch eher uninteressierten Familie,
was meine Leidenschaft umso exzentrischer erscheinen lässt.
Jedoch hat mein Grossvater mütterlicherseits auch gesungen,
zwar nicht professionell aber er war musikalisch. Meine Mutter war eine
sehr talentierte Malerin.
Aber auch ein eher rationaler Einfluss
hat mich geprägt. Die Geschäftlichkeiten und die Finanzen werden ja
bekanntlich im guten alten Schwabenland exzessiv praktiziert.
Na ja, da kriegt man schon so einiges mit.
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Aaalsooo....
Meine Kindheit verlief, soweit ich mich erinnere, ziemlich gewöhnlich.
Wie viele andere Jungs spielte ich leidenschaftlich gerne am Bach und
baute Staudämme! Allerdings hatte ich absolut keine Interessen weder an
Fussball noch an anderen Ballsportarten, was ja dann doch eher nicht ins
Bild kleiner Jungs passt. Aber dass ich irgendwie anders als die anderen
war, habe ich nie bezweifelt, und ich glaube, ich wollte auch gar nicht so
unbedingt zum "grossen Haufen" gehören. In dieser
Aussenseiterposition zu leben, liess den Rebellen in mir umso grösser
werden. Kam mir doch gerade recht...hähähä
Dies eskalierte teilweise ins Extrem, sodass ich als
kleiner Schuljunge trotzend und schreiend, mit all meinem Ärger
mitten im Unterricht aufsprang und den Raum verliess. (Bitte nicht
nachmachen!!!)
Ein grosser Gesellschafter bin ich bisher eher nicht geworden.
Streitigkeiten gehe ich gewöhnlich aus dem Weg, da ich das nicht für
konstruktiv halte. Diskussionen allerdings halte ich für willkommene
Zeitvertreiber!!!
Na ja, ich muss auch zugeben, dass ich für meine Familie nicht in einem
einzigen Lebensabschnitt einfach war. Die Lehrer in der Schule standen von
Zeit zu Zeit im Kontakt zu meiner Mutter, da ich ja, wie gesagt, ein
Problem in der Schule war. Und meine damaligen Hobbies waren auch nicht
gerade von leiser Art. Genauer gesagt war ich zu Hause immer sehr laut mit
meiner Singerei und all dem Kram und Spinnereien
(so der Wortlaut vieler Mitschüler damals), aus denen ich nun meinen
Beruf gemacht habe.
Mein sturer Kopf hat sich gegen das Vernunftdenken durchgesetzt.
Und ich glaube, ich bin froh darüber....
Allerdings holte mich dies für kurze Zeit ein:
Ich fing an, zu realisieren, dass ich mein eigenes Leben jetzt in der Hand
halten und es auch finanzieren muss. Ich habe mich an der Pädagogischen
Hochschule Ludwigsburg für Lehramt Mathe, Musik und Physik
eingeschrieben, was ich dann auch ein ganzes halbes Semester durchgehalten
habe. Für mich war das eine Leistung!!!
Meine wirkliche Leidenschaft war eben nicht zu bremsen, und so ich ging im
folgenden Frühjahr an die Hochschule der Künste Berlin, um die
Aufnahmeprüfung für Musical/Show zu machen.
Ich bin also meinen Träumen gefolgt, und deshalb halte ich diese
Entscheidung noch immer für die klügste, die ich je treffen musste.
Meine Exzentrik wurde ausgebaut und irgendwie nutzbar gemacht, während
mein sturer Kopf
ein Stück weit weichgekocht wurde, jedoch für die überlebenswichtige
Flexibilität, vor allem im Showbusiness. Allerdings wurde mein Rebell in
mir nicht zerstört. Was für ein Glück!!!
Ich habe nach wie vor meine Visionen, und ich werde immer dafür arbeiten,
alle meine Träume Wirklichkeit werden zu lassen...
Ich hoffe, dass Ihr Eure Träume auch nie vernachlässigt
und wünsche jedem einzelnen alles Gute!!!
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